01
Den Link bis zur ausstellenden Stelle verfolgen
Öffnen Sie die angegebene Fundstelle und prüfen Sie, wer den Beitrag veröffentlicht hat. Ein Pressebericht über einen Beschluss ist etwas anderes als der Beschluss selbst; eine Verbandsmitteilung ist eine Interessenperspektive und kein amtlicher Nachweis.
Wenn die Fundstelle auf eine weitere Quelle verweist, folgen Sie dem Verweis für Aussagen, bei denen der Originaltext entscheidend ist.
02
Datum und Status feststellen
Lesen Sie Veröffentlichungs- und gegebenenfalls Aktualisierungsdatum. Prüfen Sie, ob es sich um einen Entwurf, eine Konsultation, eine beschlossene Regelung, eine gerichtliche Entscheidung oder einen Kommentar handelt. Diese Kategorien haben unterschiedliche Bedeutung.
Bei Rechts- oder Sicherheitsfragen reicht das Datum eines Artikels nicht aus, um Geltung oder aktuelle Betroffenheit festzustellen. Suchen Sie das maßgebliche Dokument und prüfen Sie den dort genannten Status.
03
Zusammenfassung mit dem Original abgleichen
Vergleichen Sie die Kernaussage mit Titel, Kontext und relevanten Abschnitten der Quelle. Achten Sie darauf, ob Einschränkungen, Voraussetzungen oder betroffene Gruppen in der Kurzfassung fehlen.
Notieren Sie für interne Weitergabe den Quelllink und den geprüften Stand. Wenn die Quelle eine Behauptung nicht stützt, übernehmen Sie diese nicht als gesicherte Tatsache.
04
Konsequenzen separat bewerten
Eine Veröffentlichung kann für das eigene Unternehmen relevant sein, muss es aber nicht. Die Einordnung hängt etwa von Produkt, Zuständigkeit, Vertrag, Technologie oder Marktrolle ab.
Bei verbindlichen Entscheidungen ziehen Sie die zuständige Fachfunktion hinzu. Ein quellenverlinktes Briefing kann die Sichtung organisieren, ersetzt aber weder Fachprüfung noch Rechtsberatung.
05
Beispiel: Zusammenfassung gegen eine fiktive Fundstelle prüfen
Fiktives Beispiel, keine reale Rechtsauskunft: Eine Zusammenfassung sagt „Neue Vorgabe gilt ab sofort“. Die verlinkte Originalseite bezeichnet das Dokument dagegen ausdrücklich als Entwurf zur Konsultation. Der sichere nächste Schritt ist, die Aussage nicht als geltende Pflicht weiterzugeben, sondern Status und Datum aus dem Original zu notieren und den zuständigen Fachbereich um Einordnung zu bitten.
Wenn eine dieser Prüfungen offen bleibt, kennzeichnen Sie die Aussage als ungeprüften Hinweis.
Kurzcheckliste
- Herausgeber und Originaldokument identifizieren.
- Veröffentlichungs- und Änderungsdatum notieren.
- Status im Dokument prüfen: etwa Entwurf, Konsultation, Beschluss oder Entscheidung.
- Zusammenfassung mit Einschränkungen und betroffenen Gruppen vergleichen.
- Beleglink und offene Fragen für die Weitergabe festhalten.